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VFC hat zweitbestes Auswärtsteam zu Gast
Erstmals könnte es nach dem abschließenden Hinrundenspieltag Anfang Dezember 2009 wieder einen kompletten Spieltag in der Fußball-Regionalliga Nord geben. Allerdings könnte der "Wettergott" eine komplette Spielrunde verhindern. Denn die zurzeit starken Nachtfröste verwandeln den Rasen in eine knüppelharte Oberfläche - und da ist an Fußball spielen nicht zu denken.
Der 23. Spieltag wird mit der Begegnung des Spitzenreiters SV Babelsberg 03 (1. Platz/42 Punkte/32:12 Tore) gegen den ZFC Meuselwitz (9./24/20:21) eröffnet. Da der Spitzenreiter auf die verletzten Stammspieler Surma, Prochnow, Weidlich und Hartwig sowie auf den wegen einer Knöchelverletzung pausierenden Kocer verzichten muss, könnten die auswärtsstarken Meuselwitzer durchaus für eine Überraschung sorgen.
Der Hallesche FC (4./36/32:11) braucht den siebten Heimerfolg gegen den FC Oberneuland (14./21/20:34), um den Blickkontakt zur Spitze nicht aus den Augen zu verlieren. Doch die Bremer sollten nicht unterschätzt werden, gewannen schon drei Mal in der Fremde, kassierten dort aber auch schon sechs Niederlagen.
Der Chemnitzer FC (2./40/43:20) spielt morgen beim FC St. Pauli II (11./24/21:30). Am Millerntor will der CFC mit dem fünften Auswärtssieg der Saison Tabellenplatz zwei behaupten. Der CFC hat sich nach den zwei Siegen in Folge auf Tabellenplatz zwei vorgeschoben. Zuletzt gewannen die Himmelblauen das Nachholspiel gegen Hannover 96 II mit 2:0 (1:0). Zweifacher Torschütze für den CFC war Ronny Garbuschewski vor 2367 Zuschauern. CFC-Coach Gerd Schädlich sah in diesem Spiel eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft gegenüber dem Goslar-Spiel: "Wichtig war, dass wir wieder kein Gegentor zugelassen haben. Jetzt fahren wir mit gestärktem Selbstvertrauen zum nächsten Auswärtsspiel nach Hamburg."
Für FCM-Coach Steffen Baumgart wird die Luft dünner, nachdem die in der Winterpause vollmundig verkündete Aufholjagd offiziell abgeblasen wurde. Für das kommende Auswärtsspiel des 1. FC Magdeburg (5./33/40:21) beim SV Wilhelmshaven (17./18/23:36) wurde dem Coach einen Gnadenfrist gewährt. "Wir erwarten eine klare Reaktion. Bleibt die aus, gibt es Konsequenzen", warnt FCM-Präsident Volker Rehboldt. Deutliche Worte. Diese werden durch eine nicht zu übersehende Personalnot noch erschwert. Vujanovic, Prest und Fuchs sind gesperrt, Wolf, Watzka, Bankert und Bauer sind verletzt. Wilhelmshavens Trainer Wolfgang "Maxe" Steinbach wurde 2008 von den FCM-Fans zum "besten Magdeburger Spieler aller Zeiten" gewählt, sieht sein Team zwar als "idealen Aufbaugegner", will aber für eine Überraschung sorgen.
Der VFC Plauen (7./26/21:25) steht am Sonntag, 13.30 Uhr, im Vogtlandstadion vor einer sehr hohen Hürde. Zu Gast ist der Tabellensechste Hamburger SV II (6./27/24:18). Er kommt als zweitstärkstes Auswärtsteam aller 18 Regionalliga-Vereine und hat in dieser Saison in der Fremde noch nicht verloren. Mit dem angepeilten fünften Saisonheimsieg hätte der VFC sich nicht nur weiter von den Abstiegsrängen entfernt, sondern auch die HSV-"Bubis" in der Tabelle überholt. Nach seiner Zwangspause wegen der fünften Gelben Karte am 15. Spieltag fehlt nun der VFC-Kapitän Carsten Paulick wegen seiner schweren Verletzung aus dem Magdeburg-Spiel zum zweiten Mal in dieser Saison und danach für längere Zeit. Wie auf dem Platz, so auch in der Verletzungspause: Carsten Paulick gibt sich kämpferisch. "Gibt es im Heilungsprozess keine Komplikationen, dann hoffe ich für die letzten beiden Saison-Punktspiele wieder zur Verfügung zu stehen", so Paulick. M. R.



