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Erzgebirge Aue: Eric Agyemang drängt in die Startelf
Die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart, bei der der FC Erzgebirge am Samstag, 14 Uhr, in der 3. Fußball-Liga antreten muss, ist nicht gerade Aues Lieblingsgegner. Zwar gelang im Hinspiel zu Hause ein 1:0-Sieg. Doch vergangene Saison hagelte es zwei deftige Niederlagen. Zurzeit trennen Stuttgart II und Aue elf Punkte, wobei sich die Erzgebirger mit einem Sieg vergangene Woche alle Chancen offen hielten auf Relegationsplatz drei. Für die Begegnung in Stuttgart heißt das gar nichts. Denn auch die Partie muss erst einmal gewonnen werden - angesichts der Auer Auswärtsschwäche ein Problem. Und wie analysierte Aues Trainer Rico Schmitt zudem? "Wir haben 38 Punkte - aber die Tabelle ist verzerrt. Nach oben weniger als nach unten." Erst wenn auch die Nachholespiele alle durch sind, werde man wissen, wo genau man stehe.
Für Aue beginnen die englischen Wochen an diesem Samstag. Am Dienstag 9. März, 18.30 Uhr, steht der Nachholer gegen Unterhaching ins Haus. Er wird ebenso wie das Sachsenderby am 24. März, 18.30 Uhr, im heimischen Lößnitztal ausgetragen. Dort hat Aue bewiesen, auch so genannte "dreckige Spiele", wie das gegen den Wuppertaler SV, gewinnen zu können.
Besonders zwei Ausfälle werden Aue in Stuttgart zu schaffen machen. Kapitän Tomasz Kos fing sich gegen den WSV die fünfte gelbe Karte ein und kann nicht auflaufen. Spielmacher Skerdilaid Curri, der jüngst mit der entscheidenden Kopfballvorlage den 1:0-Sieg ermöglichte, verletzte sich bei genau jener Aktion an der Schulter. Er wird voraussichtlich die nächsten vier Wochen fehlen. Ein herber Verlust. Konnte Jan Hochscheidt gegen Wuppertal doch nicht zeigen, dass auch er in der Lage ist, das Auer Spiel entscheidend zu gestalten. Hochscheidt hat seine Stärken eindeutig auf der linken Außenbahn.
Wieder fit sind Nico Klotz und Sven Schaffrath. Ob Schmitt beide jedoch gleich von Beginn an bringen wird, ist offen. Schaffrath zumindest hat erheblichen Trainingsrückstand. Aber immerhin: Die Schmerzen in der Ferse sind nach sechs Wochen Pause und Reha-Training endlich weg.
Einen recht guten Einstand im ersten Spiel für Aue von Beginn an gab vergangenen Samstag der Ex-Cottbuser Thomas Birk. Er hatte den gesperrten René Klingbeil vertreten und wäre eine echte Alternative, sollte Schaffraths Einsatz Schmitt als zu riskant erscheinen. In dem Fall würde Klingbeil in die Innenverteidigung rücken.
Gespannt sein darf man auch auf die Besetzung des Sturms. Zuletzt hatte sich Aues Trainer für die beiden Stürmer entschieden, die auch in der Hinrunde die Nase vorn hatten. Doch mit seinem sehenswerten Heber signalisierte Eric Agyemang: Ich bin da. "Ich freue mich, dass ich nach meiner Einwechslung gegen Wuppertal das Spiel entscheidende Tor geschossen habe. Ich trainiere seit Monaten sehr gut, bekomme aber leider nur Chancen als Einwechsler. Doch ich bin ein sehr ruhiger Typ, poche nicht auf meinen Einsatz. Die Hoffnung allerdings ist da - gerade nach dem Tor gegen Wuppertal."
Wenn man Agyemangs Tor-Bilanz ins Verhältnis setzt zu den wenigen Minuten, die er im Vergleich zu anderen treffsicheren Auern gespielt hat, wäre ein Einsatz von Beginn an in Stuttgart gerechtfertigt. Zumal Najeh Braham, treffsicherster Schütze des FCE, zuletzt erneut mehr durch theatralische Einlagen auffiel als durch effektives Spiel. Schmitt hatte deshalb mehrfach appelliert, vernünftigen Einsätzen den Vorzug zu geben, zumal Braham für theatralisches Fallen in Schiedsrichterkreisen bereits bekannt ist und kaum noch einen Freistoß bekommt. Schmitt positiv: "Ich denke, der Najeh wird das in Zukunft abstellen."
Ho



