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Vor Spielende einen Zahn zugelegt
Handball-Oberliga Sachsen
Die Oberligahandballer des HC Einheit Plauen haben ihr Heimspiel am Samstag gewonnen, letztlich auch dank des überzeugenden Mitwirkens von Spielertrainer Roman Becvar. Gegen die HSG Neudorf/Döbeln gingen die Spitzenstädter mit 32:28 auch dem Spielverlauf entsprechend verdient als Sieger in der Einheit-Arena vom Parkett.
In Halbzeit eins hatten die Hausherren trotz des krankheitsbedingten Fehlens von Werning und Pech die Partie im Griff, lagen stets in Führung. Zu Beginn der zweiten Spielhälfte übernahmen auf Grund einiger Fehler der Plauener die Gäste das Zepter und gingen ihrerseits in Front. Erst das energische Eingreifen von Becvar brachte den entscheidenden Aufwind und damit Einheit auf die Siegesstraße.
Die erste Halbzeit wäre mit einer aufsteigenden Gerade für Einheit recht gut beschrieben. Bei eigenem Anwurf führten die Gäste 1:0 bzw. 2:1. Schnell festigte sich die Abwehr der Plauener, nicht zuletzt wegen der sehr guten Leistung von Torwart Steffen Schüller, der sich neben einem parierten Strafwurf auch noch mehrfach mit super Reflexen auszeichnen konnten. Filip Turecek, der inzwischen in der Torschützenliste der Liga auf Rang eins geklettert war, sah sich zunächst unter Sonderbewachung, auch die Deckung gegen Spielmacher Karasek war sehr offensiv. Dies zeigte aber bei dem Plauener Spiel nur wenig Wirkung, da nun für die anderen Akteure viel Raum war. Und vor allem Meinelt und Weiß übernahmen in den Anfangsminuten die Verantwortung, präsentierten sich treffsicher und verwandelten vor allem Konter sicher. 23 Minuten waren gespielt, da bejubelte das Plauener Publikum die 11:6 Führung für die Hausherren. Bis zur Pausensirene konnten die Gäste den Rückstand allerdings doch etwas verkürzen, Einheit war allerdings auch auf Grund einer Zeitstrafe in Unterzahl. 14:12 lautete der Halbzeitstand.
Abermals eine Überzahl, Turecek musste eine Zeitstrafe absitzen, nutzte die HSG den Rückstand nicht nur wett zu machen, nach 37 gespielten Minuten gingen die Gäste wieder in Front und konnten durch zwei verwandelte Strafwürfe gar mit 19:17 in Front ziehen. Da Einheit-Coach Becvar kaum Wechselmöglichkeiten hatte, nahm er die Sachse selber in die Hand. Er wechselte sich in das Spiel ein und dirigierte fortan nicht nur die Abwehr, sondern brachte auch frischen Wind in die Angriffsbemühungen. Döbeln blieb zwar knapp in Front, konnte sich aber nicht absetzen.
Etwa zehn Minuten vor Spielende nahmen dann die Plauener ihre Auszeit, Einheit lag da noch 24:25 zurück. Bis dato hatten die Spitzenstädter schon eine beachtliche Leistung aufs Parkett gelegt. Nun aber legten sie sehr zur Freude der Zuschauer in der Arena noch mehr als einen Gang zu. Die Abwehr stellte nun geradezu ein Bollwerk da, zwang den Gegner zu Fehlern, weiterhin zeigte sich Schlussmann Schüller in blendender Verfassung. Weiß (2), Karasek (2), Klima und Meinelt trafen infolge und legten damit die Vorentscheidung in diesem Spiel zu Gunsten der Plauener, die drei Minuten vor Spielende 30:25 führten.
Döbeln stemmte sich gegen die drohende Niederlage und ging in der verbleibenden Zeit in eine offene Manndeckung über. Damit bot sich aber gleichzeitig viel Raum für die schnellen und wendigen Meinelt und Weiß, die mit ihren Treffern den 32:28 Sieg zementierten. M. Senf
2010-02-07




