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1. Liga: Germania rückt an die Play-offs heran

germanai16 Der AV Germania 06 Markneukirchen ist in der 1. Ringer-Bundesliga nach einem 24:15-Erfolg über die KG Frankfurt(Oder)/Eisenhüttenstadt wieder an die Play-Off-Plätze herangerückt. Der ASV Hof unterlag zu gleicher Stunde dem 1. Luckenwalder SC mit 10:25 und liegt nun nur noch drei Punkte vor den vogtländischen Musikstädtern.

 

Die Erstligisten aus dem Vogtland mussten zunächst den Gästen Punkte überlassen, im leichtesten Limit bis 55 kg/k ging Robert Gütter mit Übergewicht über die Waage, Filip Köszeghy (120 kg/f) rückte ins Schwergewicht auf und trat dort zudem im Freistil an. Gegen den von Luckenwalde an die Oder gewechselten Robert Glor hielt er kämpferisch mit und gewann gar die 2. Runde. Doch Glor wurde im Kampfverlauf stärker, Köszeghy hatte als Griechisch-Römisch-Spezialist deutliche Nachteile und gab in der vierten Runde angeschlagen auf.

Umgekehrt die Situation bei Mario Koch, (60 kg/f) der sich in seiner Spezialstilart, dem freien Ringkampf, in der Rückrunde pudelwohl fühlt und einen Gegner nach den anderen in den Mattenstaub drückt. Diesmal war es Florian Crusius, gegen den er in der Hinrunde technisch unterlegen war. Am Samstag revanchierte sich Koch eindrucksvoll und schulterte Crusius in der 2. Runde seines Kampfes mit seinem Beinhebel. Auch Marian Mihalik (96 kg/k) war eine Gewichtsklasse nach oben gerückt, hatte jedoch mit Tony Zeschke keine Mühe. Zwar gab Mihalik seine berühmte, erste Runde ab, doch dann drehte der Slowake das Duell noch mit 3:1-Runden zu seinen Gunsten (2:0, 1:0, 1:0). Im letzten Kampf vor der Pause ließ Nikolay Georgiev (66 kg/k) gegen Junioren-WM-Teilnehmer Christoph Bast nichts anbrennen und siegte glatt in 3:0 Runden. Markneukirchen hatte den 0:8-Rückstand damit egalisiert und führte zur Pause mit 10:9.

 

In der zweiten Hälfte des Kampfabends starteten die Schützlinge um Trainer Mario Willomeit einen Sturmlauf. Routinier Andre Backhaus hatte keine Mühe und erzielte einen souveränen 3:0-Rundenerfolg über Martin Eiseler, der seit 10 Jahren für die Oderstädter kämpft und somit zu den KG-Urgesteinen gehört. Schwer tat sich Rumen Kolev (66 kg/f) gegen Dennis Langner. Im steten Wechsel sammelten beide Ringer Rundengewinne zum 2:2 ein, Kolev hatte im fünften Durchgang die größeren Reserven und riss den 3:2-Erfolg aus dem Feuer.

Des Lobes voll waren die AVG-Verantwortlichen nach dem Sieg von Michal Jaworski (84 kg/k) über Fabian Jänicke. Dieser gewann den ersten Durchgang mit 1:0. Doch dann ging der polnische Neuzugang des AVG konzentrierter zu Werke und drehte die Begegnung in den Folgerunden zu seinen Gunsten (1:0, 4:0, 1:0).

Nachdem sich Dariusz Zwirzynski (74 kg/k) am Doppelkampftag des vergangenen Wochenendes in großer Form zeigte, stand er gegen den DRB-Auswahlringer Marcus Thätner auf verlorenem Posten und unterlag mit 0:3 Runden (0.2, 0:4, 0:1). Thätner schaffte damit jedoch nur Ergebniskosmetik, denn Markneukirchen hatte die Begegnung zu diesem Zeitpunkt längst gewonnen.

 

AVG-Schlussringer Florian Rau (74 kg/f) setzte in der neuen Sporthalle am Gymnasium einen glanzvollen Schlusspunkt, der junge AVG-06-Neuzugang, der am Stützpunkt in Halle trainiert, bezwang den KG-Trainer Ingolf Schöllner mit seinen gefährlichen Beinschrauben durch technische Überlegenheit. Rau stellte somit den klaren 24:15-Erfolg seines Teams sicher.

 

"Es war ein wichtiger Arbeitssieg, der trotz unserer Verletztenmisere auch in der Höhe verdient ausfiel", war AVG-06-Trainer Mario Willomeit mit der Leistung seines gesamten Teams zufrieden. Jörg Richter



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