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Finale Landespokal: Chemnitz dreht die Partie
Der Chemnitzer FC hat am Freitagabend zum fünften Mal den Landespokal von Sachsen gewonnen. Damit ist der CFC Rekordpokalsieger in Sachsen. In einem rassigen Endspiel setzte sich der CFC vor eigenem Publikum mit 3:2 (1:1) durch. Zwei Mal ging der Favorit aus Aue vor 9670 Besuchern in Führung, aber zwei Mal kämpfte sich der Regionalligist wieder heran und drehte die Partie schließlich noch zu seinen Gunsten.
Chemnitz: Pentke - Löwe (86. Nowak); Richter; Thönelt; Trehkopf - Becker; Peßolat (64. Emmerich); Garbuschewski; Reinhardt/V - Schlosser (90. Kellig); Hampf/V.
Aue: Flauder/V - Müller; Klingbeil/V; Schaffrath/V; Birk (82. Sonntag) - le Beau - Klotz (72. Wemmer); Curri; Hochscheidt/V (87. Liebold) - Wemmer; Glasner.
Schiedsrichter: Albert (Tannenbergsthal). - Zuschauer: 9670. - Tore: 0:1 Glasner (13.); 1:1 Reinhardt (37.); 1:2 Ramaj (57.); 2:2 Löwe (72.); 3:2 Becker (75.).
Es war das 80. Pflichtspiel der beiden westsächsischen Rivalen gegeneinander, und zum fünften Mal war Chemnitz Austragungsort eines sächsischen Pokalfinals. Die Heimmannschaft begann mutig, setzte die ersten Akzente. So musste Birk nach einer Löwe-Flanke in höchster Not klären (9.), vier Minuten später konnte Aue-Torhüter Flauder nach einer Eingabe von Gabuschewski nur per Fuß zur Ecke klären.
Auf der Gegenseite zeigten sich die Auer eiskalt: Klotz bediente Glasner, und der verwandelte cool zur 1:0-Führung ins lange Eck (13.). In der Folge kontrollierten die Auer das Spiel, ließen den Ball gut in den eigenen Reihen laufen, aber der CFC zeigte sich wegen des Rückstandes nicht geschockt. Mitte der ersten Halbzeit entwickelte sich so ein von beiden Seiten gutes Pokalspiel.
Die Chemnitzer wurden druckvoller, so musste Flauder in der 29. Minute gleich zwei Mal in höchster Not gegen Garbuschewski und Schlosser klären. Dann hätte Ramaj eigentlich das zweite Tor für Lila-Weiß machen müssen, aber CFC-Abwehrchef Richter klärte für seinen schon geschlagenen Keeper noch auf der Linie (30.).
In der Folge war es dann wieder die Auer Defensive, die viel zu tun bekam. Chemnitz sorgte über Garbuschewski (links) und Löwe (rechts) für viel Druck. Das 1:1 durch Reinhardts Schuss aus 22 Metern ins linke untere Eck hatte sich angebahnt und war hoch verdient (37.). Bis zur Halbzeitpause tat sich dann nicht mehr viel, sieht man einmal von einem Curri-Schuss aus 20 Metern ab, den Pentke im CFC-Gehäuse mit einer Glanzparade entschärfen konnte.
Die zweiten 45 Minuten sollten dann Halbzeit eins in punkto Dramatik und Klasse noch übertreffen. Bereits drei Minuten nach Wiederbeginn hätte Ramaj die Auer wieder in Führung bringen können, als er Richter narrte, dann aber den auf der Torlinie stehenden Thönelt anschoss. Auch die Chemnitzer boten ihren Fans weiterhin ein leidenschaftliches Spiel. Zunächst aber war es erneut Ramaj, der nach einer Flanke von Klotz den Ball mehr oder weniger ins Tor stolperte (57.). Der CFC gab sich auch diesmal nicht auf - und wurde belohnt. Binnen drei Minuten drehten die "Himmelblauen" das Spiel. Zunächst nutzte Löwe einen Fehler von Birk zum Ausgleich (72.), dann schoss Becker den Ball volley ins linke untere Eck (75.). Das Stadion stand Kopf. Zwei Minuten nach der Chemnitzer Führung reklamierten die Auer eine Tätlichkeit im CFC-Strafraum an Ramaj - ohne Erfolg.
In der Schlussphase setzten die Auer noch einmal alles auf eine Karte. Trainer Schmitt löste die Viererkette auf, brachte mit Sonntag eine weitere Spitze, aber Müller (83.) und Hochscheidt (84.) nutzten ihre Torchancen ebenso wenig wie in der Nachspielzeit Wemmer und der bei einer Ecke mit nach vorn geeilte Torhüter Flauder.
Trainerstimmen
Gerd Schädlich (Chemnitz): "Kompliment an meine Mannschaft, die trotz der Rückstände immer wieder zurückgekommen ist. Das Spiel war ein Spiegelbild unserer Saison, diesmal hat es aber zum Sieg gereicht."
Rico Schmitt (Aue): "Respekt vor meinen Jungs, die ein gutes Spiel gemacht haben. Für ein Finale hätte man sich einen Schiedsrichter mit mehr Erfahrung gewünscht." burg




