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Merkur Oelsnitz fährt Schlitten mit Gegner

Schwandner24 Der SV Merkur Oelsnitz ist gestern Nachmittag mit dem Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga Schlitten gefahren. Auf schneebedecktem Hartplatz gewann Merkur in einem gerade in den zweiten 45 Minuten rasanten Viertelfinale um den Bezirkspokal mit 3:2 gegen den FSV Krumhermersdorf und zog somit völlig verdient ins Halbfinale ein. Die eine Klasse tiefer spielenden Vogtländer bestimmten über weite Strecken der Partie. Nur zwischen der 46. und 60. Minute wackelte Merkur, zeigte sich aber auf der anderen Seite just in den Minuten wie das gestrige Wetter: Eiskalt. Postwendend nach den Toren der Gästen schlug Merkur zurück. Matchwinner waren nicht zufällig die beiden Besten auf dem Feld: Marcel Schwandner (2) und Steve Gorschinek erzielten die drei Tore. Gorschinek traf nach gefühlten zehn Jahren mal wieder. Und das gleich im ersten Heimspiel für seinen neuen Verein.

 

Oelsnitz: Zineker - Stumpe, Winkler, Müller - Wunderlich (82. Kießling), Beyer (46. Heckl/V), Gorschinek/V, Schwandner/V, Große - Korb (90. Schreiner), Hofmann.

 

Krumhermersdorf: Breitfeld - Komorous, Hefner, Lenke - Kersten (46. Burghard/76. Scholz), Göbel, Kubzike (46. Küchler), Horn, Köhler - Fischer, Tittel.

 

Schiedsrichter: Meyer (Wilkau-Haßlau). - Zuschauer: 220. - Tore: 1:0 Schwandner (24.), 1:1 Küchler (50.), 2:1 Schwandner, 2:2 Küchler (55.), 3:2 Gorschinek (58.).

 

20 Minuten passierte allerdings erst einmal gar nichts. Beide Teams versuchten zunächst Ruhe in die Partie zu bringen und den Platz näher kennen zu lernen. Das erste Signal feuerte Krumhermersdorf ab. Danilo Fischer prüfte aus 14 Meter den guten Sandro Zineker. Oelsnitz antwortete und traf gleich. Und das mit einer tollen Kombination auf dem glatten Boden. Michael Korb schickte Stephan Groß auf rechts, dessen Rückpass von der Grundlinie beförderte Schwandner am Elfmeterpunkt stehend in die Maschen. Danach kontrollierte Merkur das Geschehen und meldeten den Bezirksliga-Spitzenreiter komplett ab. Allerdings tat sich nach vorn auch nicht mehr so viel.

 

Nach der Pause war es mit der Abgeklärtheit erst einmal vorbei. Merkur kam etwas verschlafen aus der Kabine. Das nutzte Krumhermersdorf. Der dritte gut angelegte Angriff binnen fünf Minuten saß dann. Stephan Göbel gab die Kugel flach in den Strafraum. Pierre Küchler machte genau das, wofür er fünf Minuten zu vor eingewechselt wurde: Er schob die Kugel über die Linie. Das weckte Oelsnitz wieder auf. Ab dieser Sekunde wurde es ein klasse Pokalspiel, dem Schwandner zunächst den Stempel aufdrückte. Ein Freistoß von ihm aus 40 Metern segelte an Freund und Feind vorbei, sprang auf dem Boden auf und flutschte ins Netz. Drei Minuten später stand es wieder remis. Küchler scheiterte zunächst an Zinker. Steffen Stumpe traf im Schnee den Ball nicht richtig, der wieder Küchler vor die Füße rollte. Doch so unglücklich die beiden Gegentore fielen, so abgezockt zeigte sich Merkur im Vorwärtsgang.

 

Krumhermersdorf hatte sich gerade auf das 2:2 eingestellt. Da hieß es schon 2:3 aus Sicht des FSV. Und wieder zeigten die Schwarzen spielerische Qualität auf dem immer weicher werdenden Boden. Michael Korb passte vor dem Strafraum auf Robert Hofmann, der steckte auf Gorschinek durch und der traf aus 14 Metern. Keine 120 Sekunden später hatte er seinen zweiten Treffer auf dem Fuß. Seinen Gewaltschuss aus gut und gerne 30 Metern parierte Sandro Breitfeld glänzend. Das wäre des Guten auch zu viel gewesen. Die Merkur-Führung hätte womöglich geglaubt, einen Stürmer verpflichtet zu haben. Ansonsten machte Gorschinek genau das, was man von ihm gewohnt ist: Er räumte im Mittelfeld auf, gewann nahezu 80 Prozent seiner Zweikämpfe und sorgte gemeinsam mit Schwandner für Ruhe.

 

Eins muss man dem Gastgeber in den letzten 30 Minuten allerdings vorwerfen: Er verpasste, den Sack endgültig zuzumachen. Chancen waren reichlich da. So traf Korb aus 16 Metern nur den Pfosten und Hofmanns Kopfball nach einer Ecke von Große strich einen Hauch vorbei. So hieß es zittern bis zur 93. Minute. Krumhermersdorf kam noch mal und drängte auf den Ausgleich. Doch zu einer zwingenden Möglichkeit kam der FSV nicht mehr. Thomas Nahrendorf



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