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Interview mit VFC Plauen Präsident Wilfried Hub

Seit Mittwochabend ist Wilfried Hub neuer Präsident des Fußball-Regionalligisten VFC Plauen. Mit überwältigender Mehrheit wurde er von den Mitgliedern des VFC ins Präsidium und von diesem dann zum neuen Präsidenten gewählt. Unser Redakteur Thomas Nahrendorf unterhielt sich mit Hub nach der Wahl im Schalander der Sternquell.

 

Herr Hub, erzählen Sie doch mal, wie kam es dazu, dass Sie jetzt Präsident das VFC sind?


Ja, das hätte ich vor zwei Monaten auch noch nicht gedacht. Wie kam es dazu? Als es sich abgezeichnet hat, dass sich mein Vorgänger Uwe Täschner zurückziehen will, ist der Verein auf mich zugekommen. Da ich dem Verein bereits 1992/93 einmal geholfen habe, war für mich klar, dass ich mich bereit erklären werde. Und nun sitze ich hier und bin Präsident. So schnell geht das.

 

Wie sehen Sie Ihre Arbeit als Präsident?


Ich möchte Ansprechpartner für alle sein, die sich im und außerhalb des Vereins engagieren. Ich sehe mich als Scharnier zwischen allen Gruppen im Verein, aber auch außerhalb – zwischen Mannschaften und Vereinsführung, Fans, Mitgliedern und Vereinsführung. Ich fühle mich als Sprachrohr der Fans, als Ansprechpartner für die Öffentlichkeit und Medien. Schließlich bin ich auch Repräsentant des Vereins nach außen, möchte die Kontakte zu Politik und Wirtschaft halten und vertiefen. Der Verein steht wirtschaftlich auf gesunden Füßen, das soll auch so bleiben und sogar noch stabiler werden.

 

Was wird sich unter Ihrer Regentschaft im Gegensatz zum Ihrem Vorgänger ändern?


Gar nicht so viel. Meine Auffassungen über die Aufgaben des Präsidenten sind denen von Uwe Täschner sehr ähnlich. Wichtigste Aufgabe: Bei allen Themen und Diskussionen im Verein möchte ich vermitteln, koordinieren und moderieren. Das Präsidium und der Präsident regieren mit der Kraft und der Macht der Worte. Zuletzt gab es aber auch immer wieder Unstimmigkeiten im Verein. Zu vieles drang nach außen und sorgte für Unmut.

 

Wie wollen Sie das ändern beziehungsweise in den Griff bekommen?


Wir müssen gelassener werden. Bei allen Emotionen, die der Fußball so mit sich bringt, sollten wichtige Entscheidungen manchmal in einer unaufgeregten Atmosphäre stattfinden. Das war zuletzt nicht immer der Fall. Gleich nach gewonnen oder verlorenen Spielen über Entscheidungen zu diskutieren, halte ich für falsch. Die Verantwortlichen sind nicht auf der Intensivstation des Vogtland-Klinikums tätig, wo es um Minuten geht. Manchmal ist es besser, zwei Nächte darüber zu schlafen und dann ein Für und Wider abzuwägen. Alle, die Verantwortung tragen, müssen Team-Player sein, einsame Entscheidungen einzelner Leute soll es künftig nicht mehr geben.



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