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Persigehl schießt Auerbach ins Viertelfinale

schuch12 Was länger währt, wird endlich gut - der VfB Auerbach machte dieser Weisheit am Samstagnachmittag alle Ehre. Es dauerte 120 Minuten, ehe die Vogtländer gegen Oberliga-Konkurrent Budissa Bautzen das Spiel entschieden und mit dem 2:1-Erfolg ins Sachsenpokal-Viertelfinale einzogen.

 

Auerbach: Berger - Otte, Schuster, Vogel - Düring, Bley, Stiefel (92. J. Weigl), Wemme, M. Weigl/V (80. Dressel) - Pfoh (46. Persigehl), Schuch.

Bautzen: Katzwinkel - Fröhlich/V, van Kolck/V, Schenk, Johne, Bachmann/V, Sentivan (60. Helcelet), Krohmer/V, Miltzow, Völker (77. Maiwald/86. Petrick), Marx.

Schiedsrichter: Schroth (Markranstädt). - Zuschauer: 320. - Tore: 1:0 Wemme (22.), 1:1 Krohmer (79.), 2:1 Persigehl (98.). - Gelb-Rote Karte: van Kolck (Bautzen/83./wiederholtes Foul). - Rote Karte: Bachmann (Bautzen/115./Notbremse).

 

Zwei Oberliga-Teams auf Augenhöhe, tiefer Boden bei herbstlichem Regenwetter - die Bedingungen ließen auf ein echtes Pokalspiel hoffen. Die Göltzschtalstädter nahmen jedoch nicht den Schwung aus der Oberliga mit. Die ersten Minuten gehörten den Gästen, die es jedoch nicht verstanden, die Auerbacher Abwehr auszuspielen. Spielerisch - das zeigte bereits die Anfangsphase - rissen beide Seiten keine Bäume aus. Da aus dem Spiel heraus keine Torchancen entstanden, ruhte die Konzentration auf ruhende Bälle. Und die Auerbacher Stärke der letzten Wochen bestätigte sich: Einen Eckball von René Bley touchierte Mirco Wemme aus Kurzdistanz und gab dem Leder die entscheidende Drehung in die Maschen - 1:0 für Auerbach. Wer nun dachte, die Ostsachsen würden reagieren und versuchen, dem VfB das eigene Spiel aufzudrücken, sah sich getäuscht. Es waren die Gastgeber, die fortan zielstrebiger nach vorn spielten. Doch das alte Leid der gelb-schwarzen Oberliga-Kicker, die Chancenverwertung, machte einer frühzeitigen Weichenstellung einen Strich durch die Rechnung. Marcel Schuch hatte wohl die dickste Möglichkeit auf dem Fuß, als er allein in Richtung Gäste-Kasten unterwegs war, aber die falsche Lösung suchte - der Ball ging am Tor vorbei. Es sah ganz danach aus, als ob es nur eine Frage der Zeit war, bis Auerbach das 2:0 erzielte.

Der Pausenpfiff sorgte im kampfbetonten Spiel der Dünger-Elf für eine Bruch. Nach dem Seitenwechsel kamen die Lausitzer wie ausgewechselt aus den Kabinen und forderten nun die Gastgeber. Der VfB stand tief und versuchte über schnelle Gegenstöße zum Erfolg zu kommen. Von Erfolg wäre diese Taktik beinahe gekrönt gewesen, als Daniel Schuster - wiederum nach einem Eckball von René Bley - nur auf die Lattenoberkante köpfte. In einer Begegnung, die spielerisch nicht immer Oberliga-Format erreichte, versuchte Bautzen nun alles, um den Ausgleich zu erzielen. Elf Minuten vor Schluss sollte er gelingen: Krohmer zog aus 20 Metern ab, der Schuss wurde abgefälscht und VfB-Keeper René Berger hatte keine Abwehrchance - 1:1. Begünstigend für Auerbach kam hinzu, dass van Kolck, der vor einer Woche bei Lok Leipzig bereits Rot sah, erneut frühzeitig vom Platz musste.

Mit einem Spieler mehr ging es in die Verlängerung. Ein schönes Solo von Mirco Wemme, der sich bis zur Grundlinie durchtankte und mustergültig in die Mitte spielte, war der Löwenanteil an der erneuten Führung. Ricardo Persigehl stand goldrichtig und traf zum 2:1. Trotz Unterzahl versuchten die Bautzener noch einmal alles, zumindest ins Elfmeterschießen zu kommen. Doch Jens Weigl (106.) und René Berger (113.) verhinderten den Ausgleich. Da die Auerbacher Offensive die Angriffe nicht konsequent ausspielte, mussten die VfB-Fans auch nach der Roten Karten für Bautzens Bachmann (115.) weiter zittern, bis Schiedsrichter Schroth die Vogtländer erlöste. M. Schädlich



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