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VFC Plauen: Aufsichtsrat kündigt Konsequenzen an

Skandalös waren nicht nur die Leistungen der Regionalliga-Kicker des VFC Plauen zumindest in 75 Minuten des mit 1:4 verlorenen Punktspiels gegen den 1. FC Magdeburg, sondern auch Vorkommnisse nach dem Spiel vor der Geschäftsstelle und dem VIP- und Umkleidebereich.


Während zahlreiche Besucher des Spiels die Entlassungen von Coach Hermann Andreev und Sportchef Jens Starke forderten, zudem mit lautstarken Rufen „Vorstand raus“ skandierten, wurde intensiv im VIP-Raum, vor der Stadionklause und vor der Geschäftsstelle über die zurückliegenden 90 Minuten diskutiert. Auch über die Vorfälle zwischen den Besuchern und den Sicherheitskräften von der beim VFC tätigen Firma C.O.P.S. VFC-Aufsichtsratschef Bernd Stubenrauch ging zu den wütenden Fans und versuchte sie zu beruhigen. Was ihm nach einiger Zeit auch gelungen war, nachdem er sich zuvor aber auch unter die Gürtellinie gehende Beleidigungen anhören musste. Schon zur Halbzeitpause hatte sich Stubenrauch mit Aufsichtsrats- und Präsidiumsmitgliedern zusammengesetzt. „Dies war keine Krisensitzung, sondern lediglich eine Analyse über die ersten 45 Minuten dieses Spiels“, erklärte Stubenrauch.


Anlass für all diese negativen Randerscheinungen war die grottenschlechte Leistung des VFC-Teams im Punktspiel gegen den 1. FC Magdeburg. Was da die Spieler auf dem Rasen boten, war alles andere als ein Spiel für den Verein VFC Plauen, vielmehr Aufbauarbeit für den bis dato ebenfalls sieglosen 1. FC Magdeburg. Viele langjährige Besucher sprachen von einer katastrophalen Leistung der Mannschaft, die sie noch nie so schwach gesehen hatten. In der Tat, wenn die eigene Mannschaft bei allen vier Gegentoren hilfreich zur Seite steht, dann gibt das schon zu denken.


Dabei begann das Spiel optimal für den VFC. Denn schon nach 61 Sekunden hatte Felix Bachmann die Gelb-Schwarzen Gastgeber mit 1:0 in Führung gebracht. Und zwei Minuten später hatte er eine noch bessere Möglichkeit, da stand er allein mit dem Ball am Fuß vor dem FCM-Keeper Tischer, schoss aber über das Magdeburger Tor. Statt weiter druckvoll nach vorn zu spielen und das zweite Tor nachzulegen, zog erneut eine unerklärliche Verunsicherung und Nervosität in das Spiel der Plauener ein. Die bestrafte der 1. FCM mit vier Gegentoren, bei denen die vier Spieler der Abwehrkette „hilfreich“ zur Seite standen und die FCM-Spieler ungehindert gewähren ließen.


Unter dem Strich war der VFC Plauen an diesem Abend mit dem Endergebnis noch gut bedient. Denn hätte der VFC-Keeper Christian Person, mit Abstand bester Plauener Spieler an diesem Abend, nicht mehrfach großartig pariert und die Magdeburger in den Abschlusshandlungen nicht so kläglich versagt, wäre auch eine zweistellige Niederlage möglich gewesen.


Möglich dadurch, weil in den VFC-Reihen die Leidenschaft und der unbedingte Wille das Spiel zu gewinnen, nicht zu erkennen waren. Deshalb hatten auch viele Besucher den Eindruck, die Plauener Kicker spielten nicht miteinander, sondern jeder für sich allein. Anders sind unzählige Abspielfehler, Fehler in der Ballannahme und auch Zuordnungen im Abwehrbereich nicht zu erklären. Zudem war erneut das Loch zwischen der Offensiv- und Defensivabteilung viel zu groß und ein gefundenes Fressen für den 1. FCM.


Wie Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Stubenrauch gestern auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, wird eine bis Samstag anzuberaumende Aufsichtsratssitzung über Personalien entscheiden. „Zum heutigen Zeitpunkt sage ich nichts dazu“, so Stubenrauch. M. R.

 

2009-09-03



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