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Erzgebirge Aue: Zum Dank an Fans drei Punkte

haching10 Der FC Erzgebirge Aue hat gestern Abend sein Nachholspiel in der 3. Fußball-Liga mit 2:0 gegen die Spvgg Unterhaching gewonnen. Aue bleibt damit zwar auf Platz fünf, hat aber punktemäßig zum FC Ingolstadt auf Platz drei aufgeschlossen. Der Dank der Spieler richtete sich aber auch an die Fans, die zuvor für einen eisfreies Stadion gesorgt hatten.

 

Aue: Männel - Le Beau, Birk, Stark, Klingbeil - Klotz (75. Müller), Hensel, Hochscheidt (85. Gambo), Ramaj - Braham/V (90. Sonntag), Glasner.

 

Unterhaching: Kampa - Schwabl, Hain, Brysch/V, Ziegler - Leandro/V, Zillner/V (64. Stegmann), Konrad, Mützel (75. Mithuber) - Schweinsteger, Rathgeber.

 

Schiedsrichter: Kampka (Mainz). - Zuschauer: 6100. - Tore: 1:0 Braham (50.), 2:0 Glasner (83.).

 

Aue musste auf Kapitän Tomas Kos (5. Gelbe), Skerdilaid Curri und Eric Agyemang (beide verletzt) verzichten. Kurzfristig musste Trainer Rico Schmitt noch Thomas Paulus (Magen-Darm-Infekt ersetzen. Er war also zum Umstellen gezwungen. Das hätte sich in den ersten Minuten fast gerächt. Während Unterhaching sofort hellwach war, verschlief Aue den Start und zeigte sich aufgrund der neuen Personalsituation verunsichert. Die erste Schrecksekunde gab es nach sechs Minuten, als Rathgeber eine Zillner-Hereingabe aus acht Metern an die Oberkante der Latte nagelte. Drei Minute später half wieder Aluminium, aber da in ganz großem Stil. Zillner wurde im Strafraum gefoult. Schweinsteiger, der jüngere Bruder des Nationalspielers, jagte das Leder an den Pfosten.

 

Dusel gehabt. Aue atmete tief durch und startete durch. Von nun an war der Hausherr tonangebend. Der agile Nico Klotz hatte die beste Chance in der 26. Minute, als er frei vor Kampa diesen anschoss. Sekunden vor dem Pausentee lag die Kugel sogar im Netz. Alban Ramaj hatte aus 15 Metern abgezogen. Doch er soll im Abseits gestanden haben. Formulieren wir es mal so: Es war eine der vielen strittigen Entscheidungen.

 

Die zweite Hälfte begann optimal. Naja Braham schob aus sechs Metern eine Vorlage des bärenstarken Klotz ein. Nur etwa zehn Minuten musste man danach um den FCE bangen. Unterhaching kam und hatte zwei gute Chancen. Zunächst hinderte Marc Hensel Rathgeber am Schuss, Sekunden später parierte Martin Männel zwei Zillner-Schüsse mit schier sensationellen Reflexen. Diese Szenen passierten genau nach einer Stunde. Und ab da waren die Veilchen wieder Herr der Lage. Jan Hochscheidt mit einem Schuss aus zehn Metern und Braham mit einem Schlenzer hatten das 2:0 auf dem Fuß, verzogen aber jeweils nur um Zentimeter. Unterhaching kam nur noch sporadisch vor das Tor von Männel. Aue war dem zweiten Tor näher als Haching dem Ausgleich. Nach 81 Minuten hätte es Sebastian Glasner machen müssen. Er vergab frei vor Kampa. Hier war der Haching-Keeper noch Sieger. 120 Sekunden später drehte sich das Blatt. Kampa vertendelte im Strafraum das Leder. Glasner setzte nach und schob die Kugel seelenruhig zum 2:0 in die Maschen. Das war es dann gewesen. Die letzten sieben Minuten gerieten zum Schaulaufen für die Veilchen.

 

Am Samstag können die Auer sofort nachwaschen im Heimspiel gegen den SV Wehen-Wiesbaden.

 

Bernd Friedrich

 

2010-03-10



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