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Uwe Scherzer fährt wieder allen davon
26. Winter-Bergland-Lauf in Hammerbrücke
Der Klingenthaler Uwe Scherzer vom VSC konnte beim 26. Winter-Bergland-Lauf am Samstag das Rennen über den ganz langen Kanten von 100 Kilometer in freier Technik auf der Strecke bei Hammerbrücke für sich entscheiden.
Damit konnte sich der 49-Jährige zum fünften Mal in die Siegerliste einschreiben. Er gewann die 100-Kilometer-Läufe 1994, 2005 und 2006, 2007 und nun 2010. Der Klingenthaler benötigte für die zehn Runden 5 Stunden und etwas mehr als 28 Minuten. Damit war er zwar vier Minuten schneller wie im Jahr 2007, doch an seinen Rekord von 2005 in 4 Stunden und 59 Minuten kam er nicht heran. „Ich bin froh, dass ich es geschafft habe“, bekannte der Ausdauerspezialist vom Aschberg. Die Plätze zwei und drei gingen an den Carlsfelder Felix Neubert, dem Gewinner aus dem Vorjahr, und an den aus Bad Elster stammenden Daniel Harbig, ebenfalls in Hammerbrücke kein Unbekannter. Beide hatten aber gegen den wieder stark fahrenden Scherzer nicht die Spur einer Chance. „Hauptsache wieder geschafft“, freute sich Harbig nach der Fahrt über den Zielstrich.
Diesmal hatten nur fünf Läufer den ganz langen Kanten geschafft. Jetzt sind es inzwischen knapp 300 Aktive, die ein oder mehrmals die Marathondistanz schaffen konnten und die spezielle „Finnischer-Medaille“ aus den Händen von Gesamtleiter Werner Hunger und dem TSG-Vorsitzenden Rainer Thonfeld bekamen. Zumindest aber konnte Felix Neubert die Sechs-Stunden-“Schallmauer“ unterbieten, Harbig blieb deutlich darüber. Der Streckenrekord von Scherzer mit 4 Stunden und 59 Minuten war nicht zu gefährden. Damit bleibt Uwe Scherzer in der langen Tradition des Berglandlaufes der erste und bisher einzige Läufer, der 2005 die magische Fünf-Stunden-Grenze unterboten hat. Dafür war die Strecke einfach irgendwie zu stumpf“, bekannte der zweitschnellste über 50 km in der Altersklasse der 41 bis 50, der Plauener Ralf Fischer vom LATV.
Dabei seien die Bedingungen auf der gesamten Strecke optimal gewesen. „Es ist einfach ein geiles Rennen. Ich komme gerne hier her, die Veranstalter geben sich unheimlich Mühe.“ Insgesamt 53 Aktive aus 20 Vereinen gingen auf eine Strecke von zehn Kilometer oder mehr an den Start. Ältester Teilnehmer, der die 100 km, überwiegend in klassischer Technik absolvierte, war der 69-jährige Dietmar Kober aus Suhl, den weitesten Weg ins Vogtland hatte der 59-jährige Berliner Wolfgang Piecha. Kober zeigte sich zwischenzeitlich im Rennen nicht so optimistisch. „Keine Ahnung, ob ich die zwei Runden noch schaffe, momentan geht es noch.“ Am Ende war er aber stolz und zufrieden in acht Stunden und 38 Minuten doch noch ins Ziel gekommen zu sein, noch vor der 18-Uhr-Grenze, die die TSG bau gesetzt hatte. Das ehrenamtliche Team der fleißigen rund 40 Helfer und auch Sprecher Rainer Zimmermann leisteten tolle Arbeit. Am Start war auch eine Staffel, wie im Vorjahr der Hauskreis Klingenthal, die in der Besetzung Thomas und Jörg Ungethüm sowie mit Silvio Scholz die 100 km abfuhr und zwar in 5 Stunden und 53 Minuten, was noch einmal unterstreicht, wie schnell Uwe Scherzer war.
Im Jahr 2008 musste das Traditionsrennen wegen Schneemangels das insgesamt achte Mal ausfallen. Bisher hat in all den Jahren Steffen Janke vom SV Vorwärts Zwickau Winter-Bergland-Lauf-Geschichte mitgeschrieben. Der Mann aus dem Zwickauer Land ist der Einzige, der zehn 100-Kilometer-Rennen in Hammerbrücke absolviert hat, diesmal aber nicht dabei war. Gut besucht waren auch die Rennen über 30 km, dass bei den Herren diesmal Dik Richter aus Schkeuditz von Seriensieger Denis Kretschmar und Sven Günther, beide vom VSC Klingenthal, gewann. Bei den drei Damen, die sich an dieser Distanz versuchten, war Antje Weidlich mit ihrer Zeit von 1 Stunde und 39 Minuten nicht zu schlagen. Über zehn Kilometer ging es auch kräftig zur Sache. Gut angenommen wurden auch die Läufe beim Nachwuchs. Hier gab es Strecken von ein bis fünf Kilometer. kfach



